Wer einen Webdesigner sucht, stellt sich meistens die falsche Frage.
Die meisten Anfragen, die bei mir ankommen, klingen so: „Wir brauchen eine neue Website – schön, modern, mit ein bisschen SEO.“ Was dahintersteckt, ist selten nur ein Designwunsch. Es geht fast immer um etwas anderes: mehr Anfragen, bessere Sichtbarkeit, ein Unternehmen das online so wirkt, wie es in Wirklichkeit ist.
Das Problem: Viele Anbieter im Webdesign-Markt lösen genau diese Frage nicht. Sie liefern ein optisch ansprechendes Ergebnis – und das war’s. Was danach passiert, bleibt offen.
Ich arbeite seit über 35 Jahren im digitalen Bereich, habe Websites für Dienstleister, Kulturinstitutionen, Tourismusbetriebe und KMU entwickelt und dabei eines gelernt: Die technische und strategische Grundlage entscheidet über den Erfolg einer Website – nicht das Design. Dieser Artikel ist meine ehrliche Einschätzung, worauf es wirklich ankommt.
Freelancer oder große Agentur – was ist besser?
Die Antwort hängt nicht von der Unternehmensgröße ab, sondern von der Art des Projekts.
Große Agenturen haben Kapazitäten für komplexe Enterprise-Projekte. Sie haben Spezialisten für jedes Teilgebiet und funktionieren wie ein strukturiertes Unternehmen. Das hat seinen Preis – und seinen Grund.
Für die meisten KMU und regionalen Unternehmen, die eine professionelle Website entwickeln lassen möchten, sind große Agenturen aber nicht die sinnvollste Wahl. Wer keinen eigenen Marketingbereich hat, der interne Abstimmungen mit einer Agentur koordinieren kann, verliert in großen Strukturen oft Zeit und Geld ohne proportionalen Nutzen. Die Person, die das Projekt bespricht, ist selten dieselbe, die es umsetzt.
Freelancer und kleine Agenturen bieten in diesen Fällen echte Vorteile: direkte Kommunikation, kürzere Wege, schnellere Reaktionen und – das erlebe ich täglich – ein tieferes Verständnis für das konkrete Unternehmen hinter dem Auftrag.
Was ich dabei immer empfehle: Schau dir die Referenzen an. Nicht die Anzahl – die Qualität. Frag, wie das Projekt entstanden ist, welche Probleme gelöst wurden und was danach passiert ist.
Webdesigner oder Grafikdesigner – kein unwichtiger Unterschied
Das ist ein Missverständnis, das mir regelmäßig begegnet.
Ein Grafikdesigner denkt in Fläche, Farbe, Typografie – das ist wertvoll und hat seinen Platz. Aber eine Website funktioniert nach anderen Gesetzen. Sie muss geladen werden, navigiert werden, auf mobilen Geräten funktionieren, in Suchmaschinen auffindbar sein und Besucher zu einer konkreten Handlung führen.
Das sind keine Designfragen. Das sind technische und strategische Fragen.
Ich arbeite selbst gerne mit guten Grafikdesignern zusammen, wenn ein Corporate Design entwickelt oder überarbeitet werden soll. Aber für die Website selbst – für Struktur, Nutzerführung, Ladezeit und Conversion – braucht es jemanden, der diese Zusammenhänge versteht und technisch umsetzen kann.
Das System hinter der Website: Warum das mehr zählt als das Design
Hier sage ich etwas, das viele nicht hören wollen: Die Plattform, auf der eine Website läuft, ist wichtiger als ihr Aussehen.
Ich erlebe regelmäßig Unternehmen, die eine optisch einwandfreie Website haben – die aber langsam lädt, technisch veraltet ist, DSGVO-Anforderungen nicht erfüllt und sich nicht ohne den ursprünglichen Anbieter verändern lässt. Das ist keine Website. Das ist eine digitale Abhängigkeit.
Baukastensysteme wie Wix oder Squarespace klingen verlockend. Sie sind einfach, günstig im Einstieg und visuell ordentlich. In der Praxis zeigen sich die Probleme erst später: eingeschränkte Individualisierung, Server außerhalb der EU, schwache SEO-Grundlage und – das halte ich für das größte Problem – keine echte Unabhängigkeit. Wer seine Website auf Wix gebaut hat, kann sie nicht einfach zu einem anderen Anbieter umziehen.
Ich setze seit Jahren auf WordPress – nicht weil es der einfachste Weg ist, sondern weil es für die meisten Projekte die sinnvollste Entscheidung ist. Es ist das weltweit meistgenutzte CMS, technisch offen, flexibel erweiterbar, von Suchmaschinen gut verstanden und von zahlreichen Entwicklern betreut. Wer eine WordPress-Website hat, ist an keinen einzelnen Anbieter gebunden.
Das bedeutet Unabhängigkeit – auch von mir.
Was einen guten Webdesigner wirklich auszeichnet
Ein guter Webdesigner stellt vor allem Fragen. Er will wissen: Wer sind Ihre Kunden? Was suchen sie? Was soll jemand tun, wenn er auf Ihre Website kommt? Warum sollte jemand ausgerechnet Sie kontaktieren?
Wer direkt mit Layouts beginnt, ohne diese Fragen zu klären, liefert vielleicht ein schönes Ergebnis. Aber ob es ein wirksames Ergebnis ist, bleibt Zufall.
Ich frage außerdem immer nach der technischen Basis einer bestehenden Website, nach Ladezeiten, nach Mobildarstellung, nach dem aktuellen Stand bei Google – bevor ich irgendetwas empfehle. Denn oft liegt das eigentliche Problem nicht im Design, sondern in der Struktur, der Nutzerführung oder der fehlenden Sichtbarkeit. Webdesign aus Salzburg bedeutet für mich genau das: nicht das schönste Ergebnis liefern, sondern das wirksamste.
Wie Sie den richtigen Webdesigner finden – pragmatisch betrachtet
Referenzen anschauen – und konkret nachfragen, was hinter dem Projekt steckt. Ein Portfolio zeigt Optik. Ein Gespräch zeigt Kompetenz.
Nach dem Prozess fragen – wie läuft ein Projekt ab, wer ist der Ansprechpartner, wie werden Änderungen kommuniziert, was passiert nach dem Launch?
Transparente Preise verlangen – seriöse Anbieter erklären, was im Angebot enthalten ist und was nicht. Mit dem Website-Preisrechner können Sie sich vorab einen ersten Überblick verschaffen. Angebote ohne klaren Leistungsumfang sind ein Warnsignal.
Auf das System achten – fragen Sie aktiv, auf welcher Plattform die Website gebaut wird. Wenn die Antwort Wix oder Squarespace ist: nachfragen, warum. Wer eine günstige Website sucht, sollte trotzdem auf die richtige technische Basis bestehen.
Support und Wartung klären – eine Website braucht nach dem Launch Pflege. Updates, Sicherheit, Inhalte. Wer das langfristig übernimmt, sollte von Anfang an geklärt sein.
Mein Fazit
Die richtige Website entsteht nicht durch das beste Design, sondern durch die richtigen Fragen, eine solide technische Basis und eine klare Vorstellung davon, was die Website für Ihr Unternehmen leisten soll.
Wer das versteht – und wer einen Partner sucht, der genau so denkt – kann gerne direkt anfragen. Ich gebe Ihnen eine ehrliche Einschätzung, bevor irgendetwas entschieden wird.


